iTunes Match – Geldwäsche für Raubkopierer

ladet Musik (illegal), lasst Euch dabei nicht erwischen und supportet gute Künstler“ – so habe ich Jan Delay vor kurzem verstanden. Nun der Gute hat inzwischen alles wieder zurecht gerück, aber ich finde diese Ansicht garnicht so verkehrt, womit ich mich hier NICHT als Raubkopierer oute!

Nun gibt es da eine tolle iTunes Funktion, die auch für Raubkopierer höchst interessant sein wird: iTunes Match.

Nach der Aktivierung von iTunes Match scannt die Software zunächst Ihren Rechner nach vorhandenen Songs. Mit einem Klick laden Sie die Titel anschließend in die iTunes Cloud hoch. Praktisch: Songs, die bereits in der Apple-Datenbank vorhanden sind, werden nicht erneut hochgeladen. Der Vorteil: Falls Sie MP3-Songs mit einer Bitrate von 128 kBit/s haben, bekommen Sie deutlich hochwertigere iTunes-Titel von Apple (AAC mit 256 kBit/s) geliefert. Anschließend haben Sie weltweiten Zugriff auf die Musikstücke in der Cloud. Alle Wiedergabelisten auf Ihren Geräten werden automatisch gesynct. Theoretisch können Sie anschließend die komplette Musiksammlung von Ihrer Festplatte löschen und Musik nur noch aus der Cloud abrufen…

Die Anzahl der Songs in der Cloud ist auf 25.000 begrenzt. Ausgenommen davon sind Songs, die Sie im iTunes-Store erworben haben. Zweitens, wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, sollten Sie sämtliche Songs vorher sichern, zum Beispiel auf einer externen Festplatte.

Das Matching bietet einen entscheidenden Vorteil: Sie können Songs, die Sie nur in bescheidener Qualität auf der Platte haben, ganz einfach optimieren. Mit wenigen Klicks wird aus einem minderwertigen 96-kBit-Song ein hochqualitatives 256-kBit-Stück. Einzige Voraussetzung: Der Song muss auch in der Apple-Datenbank (also im iTunes-Store) vorhanden sein. So funktioniert’s: Sortieren Sie nach dem Matching Ihre Songs aufsteigend nach Datenrate. Alles, was unter 256 kBit/s ist, löschen Sie. Nach dem Löschen taucht der Song sofort wieder in der Liste auf – aber diesmal versehen mit dem Cloud-Symbol und mit einer Datenrate von 256 kBit/s und. Mit dieser Datenrate nämlich liegen sämtliche Stücke in der iTunes-Cloud vor. Sie können den qualitativ deutlich besseren Song jetzt einfach erneut aus der Cloud downloaden, indem Sie auf das Wolken-Icon klicken. Super: Eigene Kommentare, Tags etc. bleiben dabei erhalten. Das Ganze funktioniert allerdings nur mit Songs, die mindestens in einer Qualität von 96 kBit/s vorliegen – alles darunter wird ignoriert.

Das Matching funktioniert wie eine Art Geldwäsche für Musikstücke. Wie oben bereits beschrieben, werden Ihre eigenen Songs durch die aus der iTunes-Datenbank ersetzt, sofern vorhanden. Theoretisch können Sie so also Ihre gesamte illegal ergaunerte Musiksammlung legalisieren. Begnadigt Apple mit dem Matching also alle Raubkopierer? Das sieht auf den ersten Blick tatsächlich so aus. Großes „aber“: Apple selbst äußert sich zu diesem Thema nicht. Allerdings scheint es unwahrscheinlich ist, dass das Unternehmen sämtliche Songs analysiert und auf ihre Herkunft checkt. Langfristig betrachtet könnte Apple dem Thema Raubkopien damit aber trotzdem einen Riegel vorschieben: Alle hochgeladenen Songs werden automatisch mit der persönlichen Apple-ID verknüpft. Eine illegale Weitergabe scheint damit künftig ausgeschlossen.

Zusammengereimt von: Chip.de

Hinweis: auch ich distanziere mich von jeglichen illegalen Handlungen!

Über 7swe

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